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Abfallvermeidung Mehrweg Recycling

Cradle-2-Cradle – In der Wiege liegt die Kraft

Was bedeutet Cradle-2-Cradle?

Das Cradle-2-Cradle- oder kurz C2C-Konzept beschreibt die potenziell endlose Nutzung von Materialien in einem Kreislauf. Übersetzt bedeutet Cradle-2-Cradle von der Wiege zur Wiege.

Wiege aus Holz
Wiege als Symbol für C2C

Bild von Pixabay

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Schaue dir das folgende Video an, um mehr zu Cradle-2-Cradle, Öko-Labels, Open Source und Open Content zu erfahren.

Wir sprechen Umwelt von The ReUse Project

Allgemeines zu C2C

Das C2C-Konzept ist eine Registered Trademark. In den 1990er Jahren waren Professor Dr. Michael Braungart, William McDonough und Wissenschaftler der EPEA Hamburg für die Entwicklung verantwortlich.

Inhaltsstoffe und Materialien sind bei C2C kreislauffähig. Es werden nur chemisch unbedenkliche Stoffe eingesetzt. Als Output der Kreislaufprodukte entstehen nach der Nutzung weiterhin nutzbare Materialien oder Nährstoffe. Dadurch wird Müll komplett vermieden. Die Weiterverwendung bzw. Weiterverwertung der Einzelelemente wird bereits bei der Produktentwicklung mitberücksichtigt. Außerdem wird mit C2C das Ziel der Öko-Effektivität verfolgt. Durch Rethink, Reuse und Upcycling soll diese erreicht werden.

Öko-Effektivität vs. Öko-Effizienz
Öko-Effektivität vs. Öko-Effizienz

Bildnachweis: von EPEA GmbH, URL: https://epea-hamburg.com/ueber-uns/cradle-to-cradle, zuletzt geprüft: 13.09.2020

Mehr zu Upcycling findest du im verlinkten Informationsangebot.

Mehr zu den Themen Recycling und Kreislaufwirtschaft findest du im verlinkten Informationsangebot.

Biologischer vs. technischer Kreislauf

Beim biologischen Kreislauf werden die Materialien in die Biosphäre rückgeführt. Entweder erfolgt dies in Form von Kompost oder anderen Nährstoffen. Daraus können dann neue Materialien hergestellt werden.

Cradle-2-Cradle-Kreisläufe
Cradle-2-Cradle-Kreisläufe

Bildnachweis: von EPEA GmbH, URL: https://epea-hamburg.com/ueber-uns/cradle-to-cradle, zuletzt geprüft: 13.09.2020

Beim technischen Kreislauf werden Materialien rückgeführt, die in Produkten nicht mehr benötigt werden. Diese werden dann in einem neuen Produkt verbaut. Im Designprozess von Produkten (z. B. Elektronikartikel) wird bereits die zukünftig nächste Nutzungsphase mitbedacht. Dadurch können einzelne Elemente ohne Qualitätsverlust weiterverwendet werden. Downcycling der Stoffe wird dadurch vermieden.

Mehr zu Downcycling findest du im verlinkten Informationsangebot.

Beispiele von C2C

Logo C2C-zertifziert
Logo C2C-zertifziert

Bildnachweis: Logo von Cradle to Cradle Products Innovation Institute, URL: https://www.c2ccertified.org/products/scorecard/bayonix-bottle-food-contact-articles-bayonix-stefan-hunger, zuletzt geprüft: 13.09.2020

C2C-Produkte kann man sich über das Cradle to Cradle Products Innovation Institute zertifizieren lassen, wenn man die (Qualitäts-) Vorgaben erfüllt. Nachfolgend einige Beispiele:

Bildnachweise: von Cradle to Cradle Products Innovation Institute, URL: https://www.c2ccertified.org/, zuletzt geprüft: 13.09.2020 [Einzel-URLs: (1) C2C-zertifizierte Flasche, https://www.c2ccertified.org/products/scorecard/bayonix-bottle-food-contact-articles-bayonix-stefan-hunger, (2) C2C-zertifizierter Baby-Schal, https://www.c2ccertified.org/products/scorecard/fashion-textiles-apparel-johann-mueller-ag, (3) C2C-zertifiziertes Holz, https://www.c2ccertified.org/products/scorecard/accoya_wood_radiata_pine_alder, alle zuletzt geprüft: 13.09.2020]

Challenge accepted? Es gibt weitere Produkte, die nach dem Cradle-2-Cradle-Prinzip entwickelt wurden. Recherchiere im Internet, welche Produkte das u. a. sind.

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Abfallvermeidung Mehrweg

Mehrweg – Weil mehr Wege gehen!

Was ist Mehrweg?

Im Mehrwegsystem gibt man die Mehrwegverpackungen nach Benutzung wieder zurück. Die Mehrwegbehältnisse werden geliehen und wieder zum Händler rückgeführt. Dadurch werden Abfälle deutlich reduziert.

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Schaue dir das folgende Video an, um mehr zu Mehrweg, Pfand, Dispenser/Bulk Bins und Beutel zu erfahren.

Wir sprechen Umwelt von The ReUse Project

Mehrweg vs. Einweg

Mehrwegverpackungen oder Mehrwegprodukte werden mehrmals verwendet, also wiederverwendet. Neben Mehrweg gibt es auch Einweg. Einwegverpackungen oder Einwegprodukte werden dem Namen nach nur einmal verwendet. Vom Kauf bis zur Entsorgung dauert es meist nur wenige Minuten. Das führt zu Müll- und Entsorgungsproblemen. Generell sollte Abfall vermieden werden und Mehrweglösungen (z. B. Mehrweg-Trinkflaschen) genutzt werden. Fällt dennoch Abfall an, ist es wichtig den Müll sortenrein zu trennen.

Mehr zu Recycling und Kreislaufwirtschaft findest du im verlinkten Informationsangebot.

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Schaue dir das folgende Video an, um mehr zu Einweg, Plastik, Einwegplastik und Mikroplastik zu erfahren.

Wir sprechen Umwelt von The ReUse Project

Challenge accepted? Auch Einweg kann zu Mehrweg werden. Dafür kann deine Entscheidung sorgen! Nutze beispielsweise Einweggläser weiter, um Lebensmittel aufzubewahren. Aber auch scheinbarer Müll wie z. B. eine leere Chipsdose oder Klopapierrolle kann mittels Upcycling aufgewertet und weiterverwendet werden. Gib Einweg mehr Wege. Probier es aus!

Mehr zu Upcycling findest du im verlinkten Informationsangebot.

Beispiele von Mehrweg

Bilder von Pixabay

  • Getränkekisten mit Mehrwegflaschen
  • Desserts im wiederverwendbaren Glas
  • Getränke im Mehrwegfass

Weitere Beispiele sind Milch in der Mehrweg-Glasflasche und Joghurt, Nüsse oder Quark im Mehrweg-Glas. Die meisten der vorgestellten Beispiele funktionieren mit Pfand.

Logo Unverpackt-Map

Mehrweg gibt es u. a. in Supermärkten und in Unverpackt-Läden. Mehr zu Unverpackt-Läden und zum jeweiligen Sortiment findest du u. a. mit Hilfe der Unverpackt-Map.

Mehr zum Thema Unverpackt findest du im verlinkten Informationsangebot.

Weiteres zu Mehrweg

Weitere Mehrweglösungen sind z. B.: Mehrwegpaletten in der Logistik, Mehrwegtrinkhalme aus Edelstahl oder Glas, Mehrwegboxen im Online-Versand, Mehrweggeschirr in Restaurants und auch für To-Go (z. B. Mehrweg-Kaffeebecher). Es werden immer mehr neue Wege und Lösungen entwickelt, die auf Mehrweg setzen.

RECUP-Pfandbecher
RECUP-Pfandbecher

Bildnachweis: von reCup GmbH, URL: https://recup.de/sogehts, zuletzt geprüft: 30.08.2020

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Abfallvermeidung Recycling

Upcycling – Jetzt geht’s up!

Was ist Upcycling?

Upcycling beschreibt die Wiederverwertung von scheinbarem Müll hin zu nützlichen, neuartigen Produkten. So werden (scheinbare) Abfallprodukte in anderer Form aufgewertet, wodurch natürliche Ressourcen geschont werden.

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Wir sprechen Umwelt von The ReUse Project

Upcycling-Beispiele

Bildnachweis: USB von The ReUse Project, 2020 / weitere Bilder von Pixabay

  • Upcycling-Sortier-Box (USB): The ReUse Project (Link)
  • Weitere Bilder: Upcycling Konservendose und Plastikflaschen

Neben Ressourcenschonung durch Weiterverwendung von Materialien wird die Ästhetik immer bedeutender. So gibt es z. B. Designer-Mobelstücke aus Holz, alten Holzkisten oder Europaletten.

Upcycling Holzbank
Upcycling-Holzbank
Upcycling Möbel
Upcycling-Möbelstück

Bilder von Pixabay

Upcycling gibt den (scheinbaren) Abfallprodukten einen Mehrwert und verlängert deren Nutzungsdauer. Dadurch trägt Upcycling auch zur Abfallvermeidung bei.

Do-It-Yourself

Oftmals entstehen Produkte in einer neuen Form. Das bedeutet Chipstüten werden z. B. zu Tragetaschen verarbeitet oder alte Textilien zu Abschminkpads. Do-It-Yourself bedeutet mach es selbst. So kann jede/r Dinge reparieren, Produkte selbst herstellen oder durch Upcycling Produkte aufwerten. Nutze hierfür auch Second-Hand-Artikel wie z. B. einen alten Couchtisch im neuen Design aufwerten.

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Challenge accepted? Wirf nicht alles direkt weg! Überlege, was du aus Klopapierrollen, alten Textilien oder anderen (scheinbaren Abfällen) erschaffen kannst. Dabei sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Aller Anfang ist schwer? Dann nutze Inspirationen aus dem Internet und begeistere auch andere dafür. Auf geht’s, up geht’s!

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Abfallvermeidung Recycling Unverpackt

Recycling – Die Wertstoffe laufen im Kreis

Was ist Recycling?

Recycling beschreibt die Wiederverwertung von Abfallprodukten. Die Materialien der Produkte werden nach Wiederaufbereitung zu Sekundärrohstoffen.

Die aus dem Recycling entstehenden Stoffe bezeichnet man als Recyclat.

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Schaue dir das folgende Video an, um mehr zu Recycling, Upcycling, Downcycling und Precycling zu erfahren.

Wir sprechen Umwelt von The ReUse Project

Es gibt also zwei Formen des Recyclings: Upcycling und Downcycling.

Mehr zu Upcycling und Downcycling findest du im jeweils verlinkten Informationsangebot.

Recycling-Beispiele

Bilder von Pixabay

Glas, Papier und Plastik sind Beispiele für recycelbare Produkte.

Challenge accepted? Kaufe ab sofort bewusst Recycling-Alternativen. Das können sein: Recycling-Produkte, Produkte mit hohem Recyclinganteil und recycelbare Produkte. Du fragst dich, wie du diese erkennen kannst?

Recycling-Produkte erkennen

Es gibt verschiedene Siegel und Symbole, die u. a. Recycling-Produkte kennzeichnen können. Beispiele sind der Blaue Engel oder FSC (Forest Stewardship Council). Mehr zu verschiedenen Siegeln erfährst du mit Hilfe einer Suchmaschine deiner Wahl.

Logo Blauer Engel
Logo Blauer Engel

Bildnachweis: von Blauer Engel, URL: https://www.blauer-engel.de, zuletzt geprüft: 12.08.2020

FSC Recycled
FSC-Siegel Recycled

Bildnachweis: von FSC Deutschland, URL: https://www.fsc-deutschland.de/de-de/warenzeichen/kennzeichen, zuletzt geprüft: 12.08.2020

Was ist Kreislaufwirtschaft?

Kreislaufwirtschaft beschreibt die Nutzung von Materialien in Kreisläufen. Beispielsweise gibt es Kreisläufe, die sich durch Wiederverwendung auszeichnen wie bei Pfand-Glasflaschen. Weitere Kreisläufe nutzen Reparaturen oder Recycling. Sobald Stoffe ihre Funktion erfüllt haben oder am Ende ihres Produktlebenszykluses stehen, können sie mit Hilfe von Recycling wiederaufbereitet werden. Beispielsweise können Plastikflaschen recycelt werden.

Wichtig ist die sortenreine Trennung von Abfällen. Das bedeutet Glas, Papier, Kunststoffe, etc. sauber zu trennen. Nur so kann eine relativ hohe Recyclingquote erreicht werden.

Mülltonnen
Tonnen zur sortenreinen Mülltrennung

Bild von Pixabay

Ideal wäre es natürlich, wenn alle Abfälle recycelbar wären. Ähnlich wie bei biologischen Abfällen, die z. B. Humus bilden und so den Nährstoffkreislauf schließen.

Waldboden/Humus
Natürlich geschlossene Kreisläufe (z. B. Humus) als Vorbild für Kreislaufwirtschaft

Bild von Pixabay

Generell ist es wichtig Abfälle zu vermeiden, dort wo es geht. Dem Stoffkreislauf der Natur folgend, versuchen immer mehr Personen und Unternehmen Kreisläufe ohne Abfälle (Zero Waste) und ohne Emissionen (Zero Emission) zu etablieren.

Zero Waste
Beispiele von Zero-Waste-Produkten

Bild von Pixabay

Challenge accepted? Prüfe deine Einkaufsgewohnheiten. Stelle einfach einige Dinge um, die Abfälle vermeiden. Nutze beispielsweise feste unverpackte Seifen statt Flüssigseife in Plastikbehältnissen.

Logo Unverpackt-Map

Mehr unverpackte oder nachhaltig verpackte Produkte findest du im Unverpackt-Laden. Eine Übersicht bietet dir die Unverpackt-Map.

Mehr zum Thema Unverpackt findest du im verlinkten Informationsangebot.